Hostettler Genealogie

Meine beiden Söhne Michael (*1989) und Niklaus (*1990).
Michi hat 2018 seinen Doktortitel der Beschleunigerphysik - summa cum laude - gemacht. Er arbeitet am CERN im Dunstbereich von Teilchen und Computerprogrammen, fährt ein Hybrid-Auto mit komischer grüner Nummer und lebt in Onex (Pays de Gex, France).
Chlöisu nennt sich Nik und lebt in einer WG in der Berner Lorraine. Ausser Uni-Abschlüssen hat er schon sehr vieles im Bereich Rockmusik, Konzert- und Festivalorganisationen, Drogenberatung und in sozialen Projekten getan. Sein aktuelles Hauptbetätigungsfeld ist die alternative Security-Firma 'Taktvoll GmbH'.
Meine Frau ist Katharina Siegenthaler, Psychotherapeutin, mittlerweile altersgerecht pensioniert. Sie wollte nicht zur Gilde von PsychologInnen gehören, die mit dicker Brille und weissen Bärten im Therapiesessel sterben.

Meine Eltern sind Hans Hostettler (1914 - 2000) und Ginette, geb. Zumstein von Leissigen (1925 - 1998). Mein Vater führte das Familienunternehmen 'G.Hostettler AG', eine Bau- und Brennstoffhandlung an der Güterstrasse in Bern.

Grosseltern Gottfried Hostettler (1879 - 1936) und Lina, geb. Wittwer (1879 - 1951), Brennstoffhändler und Fuhrunternehmer in Bern-Holligen.
Erwähnenswert ist sein Bruder Christian (1882 - 1927), der es als einziger der Familie zu höheren Ehren gebracht hat. Als Schwinger war er Erstgekrönter am Unspunnenfest 1905, als Greco-Ringer errang er an der Weltausstellung in Paris den Titel eines Europameisters. Er verstarb im besten Alter an einer Embolie nach einem schweren Motorradunfall in Österreich.

Urgrossvater Christian Hostettler (1838 - 1900) wuchs im Meienried bei Rosshäusern auf und zog als Pächter des Schlossgutes Holligen nach Bern (wo auch mein Grossvater mit seinen Geschwistern aufwuchs). Er betätigte sich als Landwirt und Pferdelieferant.
1. Ehe mit Elisabeth Moser (1832 - 1877), nach ihrem Tod 2. Ehe mit Anna Margaretha Hofmann (1847 - 1915), meiner Urgrossmutter. - 'Vater' Christian hatte acht Töchter mit seiner ersten Frau, vier Söhne und eine Tochter mit seiner zweiten. So ist er Stammvater einer ganzen Sippe, von der aber nur ich und meine beiden Söhne Michi und Chlöisu noch den Namen Hostettler tragen. Diese Sippe hat sich mehrmals zu 'Hostettler-Tagen' getroffen.
Von der Zeit der Familie auf dem Holligen-Schlossgut habe ich eine Bilder- und Dokumentensammlung, die ich in grossem Mass Vreni Hostettler (1918 - 2017) verdanke ... falls sich jemand dafür interessiert.

Ururgrosseltern Johannes Hostettler (1803 - 1856) und Anna, geb. Baumgart (1804 - 1865), Landwirt im Henzischwand (ob Mamishaus im Schwarzenburgerland). Von ihren Söhnen haben Samuel (*1835, verh. Anna Elisabeth Blaser, 1836 - 1919), Friedrich (1843 - 1907, verh. Susanna Sarbach, 1834 - 1900) und Rudolf (1845 - 1900, verh. Margerita Sarbach, 1836 - 1914) ebenfalls ganze Sippschaften hervorgebracht.

Urururgrosseltern Christian Hostettler (1760 - 1824) und Elsbeth, geb. Rothen (*1777) im Henzischwand.

Ururururgrosseltern Peter H. (*um 1730), "Müller Guggisberg", und Barbara, geb. Mischler von Wyden.


Gemäss dem Täuferforscher Paul Hostettler galten die Familien Hostettler und Mischler im 17. und 18. Jahrhundert als täuferisch, die Weiler Wyden und Henzischwand als Täufernester. Sein Buch 'Von den Täufern im Schwarzenburgerland 1580 - 1750', erschienen in 'Mennonitica Helvetica' Bd. 19, 1996, ist sehr aufschlussreich.

Viele Hostettlers mussten ihres Glaubens wegen auswandern

Ein Zweig zog um 1700 ins Elsass und in die Umgebung von Zweibrücken, von da aus weiter nach Amerika. Jakob Hostettler war in Markirch (St.Marie) im Elsass ein enger Weggefährte von Jakob Ammann und ein Mitbegründer der amischen Täufergemeinde.

Das Interesse der US-amerikanischen Hostetlers richtet sich aber auf einen anderen Jacob Hostettler aus dem Weiler Winterchrut (unterhalb Wyden, ob der Wislisau), der 1738 mit dem Schiff 'Charming Nancy' in Philadelphia eintraf und Ahne von 2500 Hostetler geworden ist.

Ein weiterer bemerkenswerter Auswanderer war 1833 Hans Hostettler, genannt Chäpps Hans, Lehrer aus Kalchstetten (Guggisberg). Er siedelte sich als Tailories Merchant in Middlesboro, Erie County, Pa. an. Er ist der Verfasser des Auswandererliedes 'Gät acht, i wott euch öppis zelle', das ich im Buch ANDERI LIEDER abgedruckt und kommentiert habe.

Dan Hostetler und Dan Hochstetler betreuen die Website Descendents of Jacob Hochstetler, das Netz der Hostettler-Abkömmlinge in der Neuen Welt. Eine Link-Sammlung zu all den US-Ho(ch)stet(t)lers und viel Stoff zur Auswanderergeschichte. Auch mein erwähntes Amerikalied des Guggisberger Auswanderers Hans H. ist dort dokumentiert und zu hören - wenn's denn mit dem Audio-File klappt, das ist etwas Glückssache.


P.S.
Die Familien der Zumstein von Leissigen, der Wittwer von Moosleerau (Obersdiessbach) und der Siegenthaler von Trub (Hindelbanker Zweig, Vorfahren meiner Frau Katharina) habe ich auch - so weit die Zivilstandsbücher und Kirchenrödel zurückreichen - aufgezeichnet.
- Bei Interesse bitte ein Mail.


Zurück zur Homepage